Melbourne, mon Amour

gestern haben wir uns an einen der Stadtstrände Melbournes begeben, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Wir sind vor dem Regen in den Keller geflüchtet, ein Pub ohne Tageslicht, das gerne als Refugium gebraucht wird. Auch jetzt gerade hatten diese Idee manch andere auch! Dies hier ist eine der Zapfsäulen, die haben hier ein paar davon, mit unterschiedlichen Bieren, also so ca. eine Säule pro Stunde. 😉 An der Dicke der Eisschicht erkennst du die Entnahmefrequenz / Durchflussmenge je Zeiteinheit.

Die Innenstadt Kernzone in Melbourne ist ein Rechteck, südlich begrenzt durch den Jarra River. Innerhalb dessen sind alle Trams gratis. Der 35er fährt außen drum herum, unablässig. Wenn du also deine Unterkunft auch hier hast, kommst du im Alltag schon mal ganz gut und easy durch. Im Gegensatz zu Brisbane, wo jede Fahrt, auch weit weit raus, nur 50 Cent kostet, zahlst du hier schon ganze 5 AUD pro Fahrt, also das Zehnfache!

Natürlich wächst mit jedem Tag die Ortskenntnis rasant, vor allem, wenn mensch so viel unterwegs ist wie wir beide. Wenn du auf deinem Bummel durch die Innenstadt auf Läden wie Chanel oder Swarovski triffst, bist du einfach zu weit südlich, geh’ wieder einen Bloch zurück nach Norden und alles ist gut. Keine Ahnung ob dieser Tipp jemals irgendjemandem weiterhelfen wird, ich wäre dankbar dafür gewesen, in meinen ersten Melbourne Tagen!

Mir ist es auch passiert: Auch ich dachte, der große berühmte Queen Victoria Market im Zentrum ist die Top Adresse, die anderen Märkte sind untergeordnet, doch weit gefehlt! Ich dachte, wir haben nun zwei der großen Märkte gesehen, muss es wirklich noch einer sein? Ullalla! Der South Melbourne Market ist der Hammer, kein Vergleich mit den anderen, ein Unikat! Ich bin sehr froh, dass wir den heute noch besucht haben.


Ich weiß, mein kulturelles Interesse hat eine schwere Schlagseite zugunsten von Esskultur und Kulinarik allgemein. Und speziell auf den Märkten spüre ich die lokale Seele am besten, bilde ich mir ein. Ich kann mich grandios erfreuen an lokalen kulinarischen Besonderheiten, an Dingen, die Tradition entwickelt haben, gewollt und geliebt werden, entsprechende Nachfrage verursachen, die wiederum Konkurrenz hervorruft und somit auch Innovation. Märkte sind für mich die absoluten Hotspots der Städte. Und hier die kleinen vielfältigen kulinarischen Angebote vor Ort. Für mich als binnenländischen Österreicher ist hier natürlich auch das Angebot an Seefood geil, wie niederschwellig es angeboten wird, und gar nicht teuer. Ich hab mich auch wiedermal an Austern versucht, roh wie überbacken, doch ich bevorzuge doch eindeutig die Haxen der Krabbentiere und Schwänze der Krebse. Die holst du dir hier wie bei uns eine Wurstsemmel!

One thought on “Melbourne, mon Amour”

  1. Carola sagt:

    Leckere Fotos :-)))

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