Kutschen, Krankheit, Klopapier

Sie tun mir allesamt leid, wie sie mit ihren Radlkutschen ihre Existenzen fristen. Ich muss mich sehr bemuehen nicht hinzusehen, wenn sie an mir vorbeiradeln, denn sonst strahlen sie mich hoffnungsvoll an und geben keine Ruh. Doch chancenlos, niemals lasse ich mich von diesen Verkehrsbehinderern durch die engen Gassen der Altstadt von Hanoi kutschieren!

UMLAUTE gibt es vorerst keine. Mein Notebook hat den Dienst eingestellt. Ich tu` jetzt mal mit Huongs Notebook rum, da gibts keine Umlaute.

Vorgestern wurde ich sehr ploetzlich krank, in Hanoi. Morgens noch alles paletti, wir gehen fruehstuecken, dann wird mir eigenartig weich in den Knien und im Kopf, eine halbe Stunde spaeter liege ich mit ausgewachsenem Schuettelfrost und haemmernden Kopfschmerzen im Bett, voellig ausgenockt. Heute am dritten Tag gehts schon wieder ganz gut, uff!

Die haben hier ein anderes Problem mit den Klopapierrollen: die Kartonrolle faellt einfach raus, dann verformt sich das ganze Ding, den Karton kriegst nimmer rein und das wird ein unrundes Etwas.

manche Hersteller habens aufgegeben, haeufig findet man Rollen ohne Loch.

doch gedacht war das mal anders, den Rollenhalter kannst vergessen! Dieses Foto stammt ganz aktuell aus einem Appartment, in dem ich letzte Nacht war, Hanoi.

Doch nun zu etwas, das mich tatsaechlich beschaeftig, wo ich taeglich gefordert bin, mich nicht zu aergern. Ruecksichtnahme scheint es nicht zu geben. Die stehen immer ueberall im Weg herum, oder stellen sich in den Weg, oder versperren den Weg, quetschen sich vor dir schnell noch rein, ohne genierer, unfreundliches Pack! Die folgende Szene ist ja noch ganz harmol, aber doch auch symptomatisch, heute frueh, im Park. Frau ist schon da, Mann mit bepacktem Fahrrad kommt dazu, stellt sein Fahhrad ab, auf den Staender, und obwohl massenhaft Platz ist ringsum, stellt er es genau vor eine Parkbank und behindert damit diese. Richtige Parkbaenke mit Lehne sind eher rar, zumeist gibt es nur welche aus Stein ohne Lehne.

Ich stehe an einer Kreuzung, um zufuss die Strasse zu ueberqueren, wenn die Fussgaengerampel gruen zeigt. Kommt ein Motorbikefahrer, bleibt stehen, aber nicht vor dem Zebrastreifen sondern genau mitten drauf, for meiner Nase. Ich fuehle mich sofort persoenlich misachtet und beleidigt. Ich moechte ihn anschnautzen, ob es wohl nicht ganz dicht sei, tu` es nicht. Ich kann ja nicht versuchen eine Nation umzuerziehen, da werde ich nicht fertig damit, und schon gar nicht froh dabei. Doch wie wie gehts?

Hier noch ein schoenes Beispiel zum Thema „im Weg rumstehen“ oder generell zu Hanoi: Laesst sich eine junge Frau am Gehsteig nieder um Maiskolben zu grillen und diese zu verkaufen. Nicht nur mittem am Gehsteig, sondern auch mittem vorm Fussgaengeruebergang. Kommt ein Mann mit seinem Moped, stellt es genau ebendort ab und gesellt sich dazu, ist schon interessant, nicht?

Eine Kuriositaet aus Brisbane, Australien ist mir noch eingefallen, die ich gerne teilen moechte. Abends stehen vor den wildesten Kneipen ploetzlich Tuersteher rum. Die werden vermutlich auf dies und das achten, das wohl Sinn macht, um einen reibungslosen Betrieb zu foerden, vielerorts kommst du nur mit Ausweis und Gesichtsfoto rein! Doch worauf sie jedenfalls achten, sind geschlossene Schuhe bei Maennern, mit meine Sommerschlapfen habe ich keine Chance!

abends in Brisbane, immer mit Life Musik.

Wir waren einmal abends in einem Restaurant, einem schicken Lokal, einem Bar-Restaurant. Es gab keine Eintritts-Kontrolle, aber als die Gaeste vom Nebentisch mitbekommen hatten, dass ich mit meinen Zehenschlapfen da war, war die Empoerung gross, als wuerde ich den edlen Ort entweihen. Ich kann nicht sagen, wie weit verbreitet dieses Phaenomen in Australien ist, diese Wahrnehmung stammt explizit aus Brisbane.

Und jetzt nochmal zurueck nach Hanoi, wo ich ja aktuell und wieder bin. An Wochenende wird rund um den Hoan Kiem Lake der Verkehr gesperrt. Das laedt tausende ein, sich dort zu tummeln. Was man jetzt doert verstaerkt, aber sowieso immer und ueberall findet, wo sich Platz bietet, sind Gruppen von Frauen, die gemeinsam tanzen, wie auf diesem Video. Es ist mmer wider nett innezuhalten und zuzusehen!

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